Soziale Aktivitäten
Zum Titel muß ich etwas anmerken:
Vieles in unserer so "heiß geliebten" und oft auch "verhaßten" BRD wäre nicht mehr machbar, tragbar oder finanzierbar, wenn es die tausenden von ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer in den verschiedensten Organisationen nicht gäbe.
Gerade weil ich selber seit Jahrzehnten, an vorderster Front gegen Hungernde und Unterdrückte mitkämpfe, ist es mir ein inneres Bedürfnis, einmal darüber zu berichten, Meinungen zu hören, und Diskussionen auszulösen denn das geht uns wirklich alle an und niemand kann von sich behaupten - ich werde nie dazu gehören denn das kann wesentlich schneller der Fall sein, als einem lieb ist und als man es selber auch nur annähernd ahnen könnte.
Zum Thema selber:
In meinem Einzugsbereich (eine Kleinstadt) gibt es ca 180 Familien, die weit unterhalb der Armutsgrenze leben müssen, dabei sind jedoch fast 70 Kinder, die davon mitbetroffen sind.
Auf einer anderen Plattform habe ich soeben einen Forumsbeitrag über Abtreibungen gelesen und habe auch dazu Stellung genommen denn dieser Bereich ist ganz eng verknüpft mit der Armut.
Ich denke, fast alle User hier, haben schon etwas von den Tafeln gehört, die es in fast allen Städten in der BRD gibt.
Auch ich bin ein ganz kleines Rädchen in dieser Kette und habe, so ganz nebenbei, seit 4.10.07 bis heute, 180 Arbeitsstunden nur dafür aufgebracht, daß die Hilfsbedürftigen in meiner Umgebung genug zu futtern bekommen.
Wenn man nun einmal die Gesamtstundenzahl der Helfer, (nur die der Tafeln) in ganz Deutschland zusammenzählen würde, käme eine astronomische Anzahl von kostenlos geleisteten Arbeiten zusammen.
Diese Stunden könnten NIEMALS von irgendeinem bezahlt werden aber, diese Tatsache wirft auch eine ganze Menge an Fragen auf.
Wie konnte es dazu kommen, daß so wahnsinnig viele Stunden geleistet werden müssen, um nur die schlimmste Not auch nur annähernd lindern zu können???
Hat hier die Politik versagt???
Wer ist für den Niedergang des vielgepriesenen sozialen Netzes verantwortlich???
Wenn nur die Tafeln schon so viele Stunden aufbringen müssen, wieviele mögen es dann mit der Arbeiterwohlfahrt, der Pro-Familia und hunderten von helfenden Organisationen zusammen sein ???
Ich denke, es lohnt sich ganz sicher, sich einmal mit dieser Arbeit und mit diesem Thema, auseinander zu setzen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich Viele an dieser Diskussion beteiligen würden und bin gerne bereit, mit dem nächsten Blog, einmal die Arbeiten einer einzigen Woche aufzuzählen, damit einmal klar wird, was für ein Pensum bewältigt werden muß, um die 180 Familien jede Woche mit Lebensmitteln versorgen und sie betreuen zu können.
Einen ganz lieben Gruß an alle, die es betrifft und die, die es interessiert.
Sabrina
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Siehe Blogeintrag
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es auch einen Blogeintrag zum gleichen Thema gibt und dort auch schon Kommentare gepostet wurden.