Motorradwallfahrt in Kevelaer

Zeltplatzmesse

Es findet alljährlich statt und es ist für einen Menschen der dem Motorrad und der Menschlichkeit und der Freude am Fahren, so wie der Begegnung mit Menschen allen Coleurs und ethnischen Glaubens, Freude und Lust empfindet.
Auch denen die nichts mit Motorradfahren zu tun haben oder je zu gedenken, wäre es eine Bereicherung zu sehen zu empfinden und zu beurteilen.

Es ist wie jedes Jahr, das dritte Wochenende im Juli!
Es fiebert mich schon seit Wochen und es badarf keinerlei Vorbereitungen, ausser vielleicht dem Motorrad ein gepflegtes Äußeres zu verschaffen. Blitzblank geputzt und poliert, vollgetankt und reisefertig, obwohl es doch nur ca. 100Km sind, die wir zurücklegen müssen, steht die Maschine am Sonntagmorgen für mich bereit.

Dieses Jahr mal nur der Sonntag, weil viele andere Verpflichtungen, mich, von einem kompletten Wochenende in Kevelaer, abhalten.

Sonntag 9 Uhr die Fahrt geht los, der Himmel grau in grau und auch Regen liegt in der Luft.
Die ersten Kilometer bin ich noch damit beschäftigt, meine Einstellung und Sitzposition zu erlangen. Kaum hinter Bedburg, ich glaube ich muss noch erwähnen, dass ich aus Kerpen, über die A61, in Richtung Venlo unterwegs bin, habe ich das nötige Feeling, um die Fahrt zu genießen und sicher an das Ziel Kevelaer, anzukommen, Gott der Herr und seine Engel sind bei mir.
Kurz hinter Mönchengladbach, gießt es vom Himmel hoch und die feuchte Kälte dringt bis in die Haut. " Warum denn jetz oh Herr", höre ich mich laut denken und mein kleines Zwiegespräch mit Ihm, schien seine Wirkung zu tun, denn schon nach wenigen Kilometern, ließ sich die Sonne wieder blicken.
Nach weiteren Kilometern sind durch die Sonnestrahlen und dem Fahrtwind, alle nassgewordenen Kleidungsstücke und die Maschine wieder trocken.

Da um 11 Uhr die Messe pünktlich beginnen wird, schaue ich auf meine Uhr und kann feststellen, dass ich gut in der Zeit liege und pünktlich zur Feldmesse kommen werde. Der Herr hat wohl eine Hand über mich und dies lässt mein Herz erwärmen, denn die Aussentemperaturen sind nicht gerade Sommerlich.

Am Zielort Kevelaer, Zeltplatz, wo all die Biker die von sehr weit entfernt hergekommen, Ihre Zelte aufgeschlagen, wird in wenigen Minuten die Feldmesse stattfinden.

Einen Blick über den Platz geworfen, das ein und andere Foto gemacht, den einen oder anderen Biker gegrüßt, hole ich mir einen wärmenden Kaffe und setze mich auf eine noch freihe Holzbank, zu einem Biker nieder. Ein kurzes Hallo und schon sind die Üblichen Fragen gestellt. " Wo kommst du her?, "welche Maschine fährst du", und geplänkel.

Der Pastor erscheint und Begrüßt die Biker mit seinem üblichen, witzigen, freundlichen und lächelndem Gesichtsausdruck und man kann ihm trotz schlechtem Wetter, denn gerade bewölkt es sich mal wieder sehr tiefschwarz und der Regen lässt nicht auf sich warten,die Freude ansehen, die er jedes Jahr hat, wenn die Biker zur Wallfahrt erscheinen.

Mit Lobgesang eröffnet eine Gittaristin mit klingender Stimme die Messe und viel stimmen in ihrem Lobgesang mit ein, selbst ich, der das Lied erkennt, singe lauthals mit.

Der Herr Pastor begrüßt nun die Gäste, bedankt sich bei all den Helfern, ohne die ein solches Fest nicht möglich wäre, und beginnt mit der Botschaft des Herren und der Erklärung, dass auch wir, die Biker, die wild ausschauen und schnell auf den Landstraßen unterwegs sind, zu Ihm gehören, ja ein Teil seiner Schöpfung und mit Sicherheit so gut wie die Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger, zu Ihm gehören.
Er ermahnt uns Vorsicht walten zu lassen, die Augen und die Sinne offen zu halten und vor allem dem Herrn danken, dass er uns dieses Jahr wieder zusammengeführt hat, wo doch im letzten Jahr so viele von uns gehen mussten. Dies traf mich mit Wehmut und mit einem Schauer auf dem Rücken.
Er sprach aber auch von der Freude, die wir Biker haben und konnte von seinen eigenen Freuden, die er beim Motorradfahren verspürt, schön und bildlich berichten, so dass selbst bei dem Regen der gerade einsetzte, einem das Herz und die Sonne, in einem, aufging.

Wieder Sangen wir Lieder, zum gedenken Jener, die im letzten Jahr auf der Strecke geblieben und die Gebete zu Gott, wurden über den Zeltplatz und durch die Lüfte getragen und es erleichterte so manch traurige Seele.

Innehaltend und schweigend und sehr bedacht, geht die Messe zu Ende und nach seinen Worten " fahret hin in Frieden", verabschieden wir uns mit lautem Beifall.

Um 13 Uhr ist der Korso über einige Dörfer am Niederrhein, bis hin nach Kevelaer zur Wallfahrtskappelle, der Marienekapelle.>>>> Wärend viele noch ihre Zelte abschlagen müssen und in Ihre Koffer oder Seesäcke zu verstauen, mache ich mich einmal auf, die vielen Motorräder, die schon zum Korso auf derStraße abgestellt sind, zu bestaunen und zu Fotografieren, damit ich ein paar Andenken an diesen Tag, mit nach Hause nehmen kann.

Pünktlich wie bei der Bank, startet der Korso um 13 Uhr. Durch viele Dörfer hindurch, in denen die Menschen an den Türen und nah an der Straße stehen und uns mit Winken und Beifall eine gute Fahrt wünschen, werden diese, von mir und vielen anderen Bikern, durch Hupen, dankend erwiedert.

Es ist eine trockene Fahrt, denn der Regen hat schnell wieder aufgehört. Der Herr fährt mit uns und erfreut sich an der Vielfallt der unterschiedlichsten Biker und deren Maschinen, mit ein paar Sonnenstrahlen.

Hunderte von Menschen stehen spalier als wir Kevelaer erreichen, sie klatschen Beifall, sie winken und lachen und ich kann die Freude an vielen Gesichtern ablesen.
So manch einer/einem, ist es jedoch zu laut und dies erkennt man an der Fingerhaltung an Ihren Ohren, jedoch die Meisten haben Freude und das zieht sich durch, von Jung bis Alt.

Bis der letzte Biker seinen Platz erreicht hat, geht es noch sehr unruhig und laut zu und dann erklingt die Stimme des Priesters, der dieses Jahr die Ansprache hällt, "ich begrüße Euch, im Namen des Vater und des Sohnes und des Hl. Geistes", und fast wie aus einem Mund, erklang ein lautes Amen.
Und nun begrüßen wir auf Bikerart, !!!Maria!!!, mit Hupen und das Hupkonzert eklingt bis in die Nachbardörfer und der Klang der Hörner, ein jedes unterschiedlich in seinem Klang, steigt zum Himmel empor.

Es beginnt, wie schon auf dem Zeltplatz die Messe, mit Lobgesang und auf dem Kirchplatz erklingen tausende Stimmen, der Maria zu huldigen.

Vater unser der du bist im Himmel, erklingt es ebenfalls aus tausenden von Mündern und der Einklang und die Gleichheit und ich denke auch die Gedanken, sind nun bei Ihm und seiner Mutter, desen Mutter, der für uns am Kreuz sein Leben für eine Wiedergeburt, hingegeben.

Es ist wunderschön gemeinsam zu beten, gemeinsam hier zu stehen, den Worten zu lauschen und miteinander eine gewisse Freude auszustrahlen, die über die Biker hinweg auch von anders Interessierten, erreicht wird. Ja, man kann es spüren, wie in diesem Kreise, ein WIR entsteht, ein schönes WIR, möchte ich an dieser Stelle schreiben!!!

"Maria breit den Mantel aus", erklingt das Lied, womit der Maria gehuldigt und gleichzeitig eine Bitte ausgesungen wird, uns Biker und all die anderen Menschen, zu behüten.

Auch wieder fast aus einem Munde und dennoch aus tausenden von Mündern, mit dem gleichen Gedanken!

Das Schlussgebet und die Fürbitten und der Segen der Naschinen und der Biker und der Sozias und natürlich auch allen Anwesenden, die, die Biker zu dieser Stunde begleiteten, beendet die Wallfahrt 2008 für uns Biker.

Nächstes Jahr, zur 25. Motorradwallfahrt wieder das dritte Wochenende im Juli, werde ich wieder dabei sein.